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Vor dem zweiten Weltkrieg hat Arnheim eine große jüdische Gemeinde. Nach dem Einmarsch der Deutschen im Jahr 1940 beginnt der Leidensweg die…

Vor dem zweiten Weltkrieg hat Arnheim eine große jüdische Gemeinde. Nach dem Einmarsch der Deutschen im Jahr 1940 beginnt der Leidensweg dieser Bevölkerungsgruppe auch in Arnheim. Zuerst sind es nur kleine Schikanen. Juden dürfen zum Beispiel den Sonsbeekpark nicht mehr betreten. Oder ein Eis in der berühmten Eisdiele Trio kaufen. Aber schon bald werden die Schikanen schlimmer. Jüdische städtische Angestellte werden entlassen. Juden dürfen ihren Beruf nicht mehr ausüben. Dann folgen Gewalttaten. 1941 werden jüdische Geschäfte geplündert und man versucht, die Synagoge anzuzünden. Danach beginnen die Transporte in Zwangsarbeits- und Vernichtungslager. Dabei dient die Synagoge als Sammelstelle für Juden aus der gesamten Provinz Gelderland. Gegen Ende 1942 gibt es in Arnheim keine Juden mehr. Die Synagoge wird von den Deutschen zur Aufbewahrung beschlagnahmter Radiogeräte genutzt. Von den über zweitausend Arnheimer Juden kommt ungefähr die Hälfte im Holocaust ums Leben.

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